Ein sicheres Zuhause ist unerlässlich, möchten wir uns wohlfühlen und Gedanken negativer Art bestmöglich bei Seite schieben. Beim Erwerb neuer Fenster gibt es deshalb viel zu beachten. Erst recht, wenn Gefahr besteht, zum Ziel von Einbrechern zu werden. Doch was genau unterscheidet gute von schlechten Fenstern überhaupt?

Mögen uns die Medien auch suggerieren, dass es in Deutschland sicherer geworden ist, wir möglicherweise gar nie zuvor beschützter gelebt haben: Statistiken belegen das Gegenteil. 2015 etwa stieg der prozentuale Anteil von Wohnungseinbrüchen um knapp 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ungesicherte Fenster und Haustüren machen es den Gaunern besonders leicht. Wir erklären deshalb, was beim Kauf neuer Fenster unbedingt zu beachten ist, um zusätzlichen Schutz gewährleisten zu können!

Eine Frage der Widerstandsklasse

Einbrecher werden kreativer. Wann immer ein neues Sicherheitssystem vorgestellt wird, haben sie bereits Ideen im Hinterkopf, die scheinbar unüberwindbaren Hürden zu meistern. Umso wichtiger ist es, dass Fenster mannigfaltigen Angriffen widerstehen können. Nicht zuletzt sorgt eine massive Gewalteinwirkung dafür, Barrieren zu durchbrechen, bereits vorher ausgemachte Ziele in Windeseile zu erreichen. Die Wertgegenstände sind verschwunden, sobald der Alarm ausgelöst wird.

Neben Pilzkopfverriegelungen und optimierten Schließblechen entscheidet unter anderem die sogenannte Widerstandsklasse RC („resistance class“). Sie gibt Aufschluss darüber, wie weit der Einbruchschutz bei Gewalteinwirkung greift. RC 1 bedeutet eher schwache Maßnahmen, RC 6 die momentan höchste Sicherheit.

Dazu empfiehlt sich die unkomplizierte Anbringung elektronischer Sensoren. Sie können den Verriegelungszustand überwachen, mitunter sogar über eine weit entfernte Bedienung gesteuert und überprüft werden. Für die Beratung zeichnen sich unter anderem Kriminalpolizisten verantwortlich.

Wenn der Austausch nicht in Frage kommt

Ist der Austausch der Fenster nicht gewünscht, da sie eventuell erst vor kurzer Zeit ersetzt wurden, sollte im Fall der Fälle nachgerüstet werden. Die Polizei rät zu verschiedenen Vorsichtsmaßnahmen, die individuell an den jeweiligen Modellen befestigt werden können:

  • Aufschraubsicherungen: Ratsam ist die Anbringung von mindestens einer sichtbaren Aufschraubsicherung pro Meter. Dabei sollten sowohl Sicherungen auf der Band- als auch der Griffseite bestehen. Weitere Informationen können der DIN 18104 entnommen werden.
  • Pilzkopfzapfen: Der Vorteil zeitgemäßer Pilzkopfzapfen ist in seiner unsichtbaren Anbringung ausfindig gemacht. Auf diese Weise könnten potentielle Einbrecher überrascht werden, noch bevor sie wertvolle Gegenstände erreichen.
  • Sinnvolle Erweiterungen: Haus- oder Wohnungseigentümer und Mieter kennen ihre eigenen vier Wände am besten. Je nach Lage sollten sie deshalb einbruchhemmende Sicherheitsfolien anbringen, die Verglasung überprüfen oder an den Getriebeanbohrschutz bzw. gesicherte Glashalteleisten denken. Sicherheitsfirmen vor Ort garantieren oftmals für vorbildliche Preise.