Simone Lange (Oberbürgermeisterin und Klimapakt-Vorstand, Bildmitte/grünes Kleid) gibt – zusammen mit vielen Kooperationspartnern – den Startschuss für das Flensburger Mehrwegbechersystems auf dem Campus-Gelände.

Nun ist es soweit: Die Region Flensburg sagt der zunehmenden Flut an Einwegbechern den Kampf an: Gemeinsam mit der Firma FairCup UG hat sich die Stadt Flensburg, der Klimapakt Flensburg e.V., die Klimaschutzregion Flensburg, das Studentenwerk Schleswig-Holstein sowie weitere Kooperationspartner für die Einführung eines einheitlichen Mehrwegbechersystems des Göttinger Unternehmens ausgesprochen und folgt damit dem Beispiel vieler Kommunen in Schleswig-Holstein. Am Montag, 3. Juni, fiel der Startschuss auf dem Campusgelände in Flensburg. „Klimaschutz ist eine der schwersten Aufgaben für uns alle. Und weil wir hier ein großes Umsetzungsdefizit haben, freuen wir uns sehr über die Einführung des klimafreundlichen Mehrwegbechers“, so Simone Lange (Oberbürgermeisterin und Klimapaktvorstand). Vor diesem Hintergrund übernimmt die Stadt Flensburg auch für die ersten zehn Betriebe/Filialen in Flensburg (z.B. Cafes, Bäcker, Tankstellen, Eisdielen, Kantinen etc.), die sich dem System anschließen, die Systemgebühr für drei Monate.

„Besonders stolz sind wir – als bundesweit einziger Anbieter – auf die jüngste Zertifizierung mit dem Umweltzeichen Blauer Engel“, betont Patrick Pfeiffer von der Firma FairCup. Die Auszeichnung erfolgte unter anderem auch, weil der Mehrweg-Becher zu 100 % recyclingfähig ist.

Dass die Geburtsstunde des Flensburger Mehrwegbechers auf dem Campus-Gelände stattfand, kommt nicht von ungefähr: Das Studentenwerk Schleswig-Holstein beteiligt sich – mit engagierter Unterstützung des ASTA der Europa-Universität Flensburg – auch am neuen System und garantiert damit schon mal eine hohe tägliche Umsatzquote. „Auch für das noch diese Woche stattfindende Campus-Festival  wurden 1.500 FairCups beschafft“, freut sich Simon Laros (Campus-Klimaschutzmanager).

Je mehr Betriebe sich am FairCup beteiligen, desto mehr Aus- und Rückgabestationen für den Mehrwegbecher wird es letztendlich geben. Aus diesem Grunde werden noch viele weitere Mitstreiter gesucht: Alle Betriebe, die FairCup-Partner werden möchten, können sich unter s.meyer@fair-cup.de oder 0551/28879832 an die Geschäftsführerin der FairCup UG, Sibylle Meyer wenden. Weitere Informationen gibt es auch auf www.fair-cup.de. Standorte im nördlichen Bereich von Schleswig-Holstein sowie Informationen zur Anmeldung für interessierte Betriebe finden man auch unter https://fair-cup.de/navi-app/.

Hintergrund:

Das Mehrwegsystem funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Kauft der Kunde sich einen Kaffee, kann man statt des gewohnten Papp-Bechers alternativ einen FairCup-Becher erwerben. Das Pfand von 1,50 Euro (1 Euro für den Becher, 0,50 Cent für den Deckel) erhält man wieder, sobald der Mehrwegbecher zurückgebracht wird. Der Kunde kann den Becher an allen Ausgabestellen, die sich dem Pfandsystem angeschlossen haben, wieder abgeben. Sogar Kaffeeautomaten, wie sie zum Beispiel in Kantinen stehen, können – nach einer kleinen Umrüstung beziehungsweise Ergänzung – mit dem FairCup benutzt werden. Der Becher, der für Kalt-und Heißgetränke – aber auch Nahrungsmittel wie Joghurt, Salate und Suppen – verwendet werden kann, wird in Deutschland hergestellt, ist spülmaschinenfest, lebensmittelecht und zu 100 Prozent recyclebar. Die Becher sind BPA-frei, stapelbar, bruchsicher und sehr leicht. Das umweltfreundliche Produkt ist in vier Größen (0,2 Liter bis 0,5 Liter), neun Farben und mit zwei Deckelvarianten (Trink- oder Verschlussdeckel) erhältlich.

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