Kiel (ots) - Die Landespolizei Schleswig-Holstein hat in der 
vergangenen Woche einen besonderen Schwerpunkt der 
Verkehrssicherheitsarbeit auf die Überwachung der zulässigen 
Höchstgeschwindigkeiten und sogenannter Aggressionsdelikte, zum 
Beispiel Drängeln im Straßenverkehr, gesetzt.

   Dabei wurden im Laufe der Woche insgesamt 17.920 Tempoverstöße 
polizeilich festgestellt. Die Landespolizei sieht sich dadurch in 
ihrer Schwerpunktsetzung bestätigt:

   "Nicht angepasste und überhöhte Geschwindigkeit ist eine der 
Hauptunfallursachen. Außerdem spielt die Geschwindigkeit auch eine 
entscheidende Rolle bei der Schwere der Unfälle, die andere Ursachen 
haben. Wir stellen nach wie vor ein hohes Niveau bei der Anzahl der 
Geschwindigkeitsverstöße fest. Dementsprechend hoch ist der Bedarf an
fortwährender Geschwindigkeitsüberwachung", erklärte Axel Behrends, 
im Landespolizeiamt zuständig für die Verkehrssicherheitsarbeit.

   Bei vergangenen Kontrollaktionen im Frühjahr 2015 und 2016 waren 
rund 18.000 bzw. 13.500 Verstöße festgestellt worden.

   Anders als in den vergangenen Jahren erfolgten die Kontrollen 
diesmal ohne einen medienwirksamen "Blitzmarathon" an einem 
konzentrierten Kontrolltag:  "Wir haben das bewusst entzerrt und 
flexibel gestaltet. Die Polizeidirektionen haben im Rahmen der 
Verfügbarkeit die Kontrolltätigkeiten mit den Überwachungsanlagen 
verstärkt. Diese TISPOL-Aktion ist europaweit abgestimmt gewesen", 
erklärte Behrends.

   Im vergangenen Jahr starben auf den Straßen Schleswig-Holsteins 
insgesamt 114 Menschen, über 16.000 sind verletzt worden. Das Ziel 
der Kontrollmaßnahmen der Landespolizei ist es, die 
Hauptunfallursache nicht angepasste  bzw. überhöhte Geschwindigkeit 
zu bekämpfen und das Geschwindigkeitsniveau insgesamt zu senken.

   Zum Hintergrund von TISPOL: TISPOL (Traffic Information System 
Police) wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die 
Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das 
Hauptziel von TISPOL ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und
Schwerverletzten auf Europas Straßen. Die ständigen Schwerpunktthemen
sind u.a. Geschwindigkeit, Sicherheitsgurt,  Alkohol und Drogen und 
auch der gewerbliche Güter- / Personenverkehr.