Kiel (ots) – Die Landespolizei Schleswig-Holstein hat in der vergangenen Woche
einen besonderen Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit auf die Überwachung
der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten gelegt. Dabei wurden im Laufe der Woche
insgesamt 36.260 Tempoverstöße festgestellt. “Die Zahl der
Geschwindigkeitsverstöße ist alarmierend hoch” sagt der Pressesprecher des
Landespolizeiamtes, Marcel Schmidt. “Die Landespolizei sieht sich dadurch in
ihrer Schwerpunktsetzung bestätigt.”

Den traurigen Höhepunkt markierte der Fahrer eines Pkw, der mit 117 km/h auf der
innerörtlichen Westerstraße in Elmshorn stadtauswärts unterwegs war. Erlaubt
sind dort 50 km/h. Der 18jährige Elmshorner war mit seinem Pkw Typ Audi A 3, an
der Einmündung zur Heinrich-Hertz-Straße von den Beamten mit einer Laserpistole
gemessen und später angehalten worden. Der junge Mann hat nun mit einer
Nachschulung, einem dreimonatigen Fahrverbot, einen Eintrag mit zwei Punkten in
das Fahreignungsregister und einer Geldbuße in Höhe von 480 EUR zu rechnen.

Das Ziel der Kontrollmaßnahmen der Landespolizei ist es, nicht angepasste bzw.
überhöhte Geschwindigkeit zu bekämpfen und das Geschwindigkeitsniveau insgesamt
zu senken. Nicht angepasste und überhöhte Geschwindigkeit ist bei schweren
Verkehrsunfällen eine der Hauptunfallursachen. Darüber hinaus spielt die
Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle bei der Schwere der Unfälle, die andere
Ursachen haben.

Die Kontrollen erfolgten über die ganze Woche verteilt ohne einen konzentrierten
Kontrolltag. Die Polizeidirektionen hatten im Rahmen der Verfügbarkeit die
Kontrolltätigkeiten mit den Überwachungsanlagen verstärkt.

Im vergangenen Jahr starben auf den Straßen Schleswig-Holsteins insgesamt 107
Menschen, fast 14.000 sind verletzt worden. Die Landespolizei Schleswig-Holstein
setzt daher zur Senkung der Unfallzahlen und Reduzierung der Unfallfolgen auf
fortlaufende Überwachungs- und Aufklärungsarbeit, um Risiken und Folgen des
Fehlverhaltens im Straßenverkehr deutlich zu machen und repressiv gegen Verstöße
vorzugehen.