Die israelische Singer Songwriterin Irit Dekel entdeckte ihre Stimme, als sie mit „Last of Songs“ spielte, einem elektronischen Duo aus Tel Aviv, das erfolgreich Jazzklassiker coverte. Als sie anfing, ihre eigenen Songs zu schreiben, tendierte sie zu einem organischeren Klang und ließ sich von den aufwändigen Skalen und Rhythmen des Nahen Ostens inspirieren, die sie als Kind gehört hatte. Zu diesem Zeitpunkt begann sie, das eigenwillige Leben, das sie geführt hatte, auf Papier zu bringen: Religion, schrecklicher Sexismus als Bühnenschauspielerin in der Theaterbranche und Beziehungen, die nicht nach Plan verliefen.
Irit hatte das Gefühl, Episoden in ihrer eigenen Seifenoper zu schreiben, während sie von einer einzigartigen Erfahrung zur nächsten reiste. Sie war Soldatin und Scharfschütze, Schauspielerin in Israels renommiertester Theatergruppe, Moderatorin einer TV-Talkshow, Dokumentarfilmerin und Komikerin. Auf dieser kurvenreichen Straße ist eine einzige Konstante geblieben: Die Leidenschaft für Musik und Gesang.
Irit Dekels aktuelle Single „Hello“ bildet in ihrem Repertoire der erlebten Geschichten jedoch eine Ausnahme: „Das Lied ist Fiktion, das ist mir nie persönlich passiert, aber das ist es, was ich an Musik liebe – Sie hat die Fähigkeit, eine Geschichte zu erzählen, die dich nicht spezifisch reflektiert, aber dennoch eine Reflexion für andere sein kann. „In ‚Hello‘ dreht sich alles um den inneren Dialog, den jeder hat, um zu wissen was richtig oder falsch ist; wie andere uns sehen, wie wir uns selbst sehen und dann in den Spiegel schauen, was wir wirklich tun. Wir versprechen uns, dass wir es am nächsten Tag anders machen werden. Diese Situation kann einerseits tragisch sein, aber auch zu einem neuen Durchbruch in unserem Leben führen. All dieses schwere Zeug wird in einem erhebenden ChillRhythmus getragen, ich liebe den Kontrast.“
Irit Dekels Inspirationen reichen von Björk bis Kate Bush, aber der verspielte Sound, den sie mit dem Produzenten Jonathan Quarmby entwickelt hat, kann eindeutig als Latin Jazz von Astrid Gilberto bezeichnet werden, der von der Seele PJ Harveys besessen ist.